Ostara/Tagundnachtgleiche

~21.März
An diesem Tag feierten unsere Ahnen, dass nach dem langen Winternächten Tag und Nacht wieder ins Gleichgewicht geraten waren, die Rückkehr der Göttin. Noch nicht ganz Frühling, aber auch kein Winter mehr. Es war das zweite der drei Fruchtbarkeitsfeste des Frühlings, nach Lichtmess und vor Beltane. Nun wurde das Saatgut gesegnet, Eier wurden gefärbt und als Symbol der Fruchtbarkeit auf die Altäre gelegt.
Als die Christen beschlossen, das Fest der Auferstehung Jesu zu dieser Zeit zu feiern, übernahmen sie viele der heidnischen Traditionen und verteilten sie auf die verschiedenen Ostertage. Allerdings wurde Ostern nicht genau bei Frühlingsanfang gefeiert, sondern seit dem zweiten Jahrhundert jeweils an dem Sonntag, der dem ersten Frühlingsvollmond folgt. Das bedeutet: nie früher als am 22.März und nie später als am 25.April.
Das Fest der Ostara sollte auf jeden Fall in der freien Natur begangen werden - auch vor unfreundlichem Wetter solltet ihr euch nicht abhalten lassen.
In der keltischen Tradition ist dieses Fest das Fest der britischen Seegöttin Morgana, auch Morgan Le Fay genannt. Rituell ist dieser Feiertag der Königin von Avalon und dem Feenland geweiht. Es ist die Zeit der Elfen, Feen, Zwerge und der Verehrung ihrer Plätze. Die Dolmen, Menhire oder Findlinge, welche als die Wohnstätten des kleinen Volkes angesehen werden, symbolisieren die Verbindung zur Unterwelt, aus welcher zu dieser Zeit die Kraft der Erneuerung wieder aus der Erde steigt und sich mit der Kraft der Sonne verbindet.

Ritual
Interessanterweise finden wir bei den Feierlichkeiten zur Auferstehung Christi alle heidnischen Elemente dieses Festes wieder - seien es die Glocken, die >>aus Rom zurückkommen<< und die man früher läutete, damit die Natur erwachte, oder die verzierten Eier, die man als Opfer für die Fruchtbarkeitsgöttin ins Feuer warf oder in der Erde vergrub.
In den Anrufungen bat man um Regen in Masse, damit die Saat schneller keimte, und um Sonne, damit der Boden sich erwärmte und die Pflanzen wachsen konnten. Der spiritueller Aspekt ist, das es der richtige Zeitpunkt ist, um schlechte Einflüsse oder Gewohnheiten zu vertreiben und gegen Dinge oder Personen einen Bann auszusprechen. Gedanken, Träume und Wünsche in dieser Zeit sollen besondere Beachtung finden und in Erfüllung gehen.

Gottheiten, die gefeiert oder angerufen werden

  • Eostra
  • Ostara

Altarschmuck
verzierte, hartgekochte Eier, Glücksbringer (Glückspfennig, Hufeisen etc.), Frühjahrsblumen wie Tulpen, Narzissen, Krokuse, etc.

Symbole und Entsprechungen
Räucherwerk: Jasmin, Salbei, Erdbeeren.
Baum: Weide.
Blumen: Frühlingsblumen.
Farben: Grün, Gelb, Blasslila, Rosa.
Kerzen: grüne, gelbe.
Steine: Aquamarin, roter Jaspis, Heliotrop.
Planet: Jupiter und Neptun.
Tarotkarte: <<Der Mond>>, Grosse Arkane 18.
Einfluss: Intuition, esoterisches Wissen, karmische Gesetze.

Lebensmittel
Alle Pflanzentriebe (Senf- oder Löwenzahnblätter), Verzierung Salate mit Blumen, Eier, Salate aus Keimlinge und Sprossen, verzierte gekochte Eier, Omelette, Quiche, Soufflé, Honigkuchen, Waffeln, Met, Milch, Milchpunsch, Kräutertee