Litha/Sommersonnenwende

~21.Juni
Schon die Tage vor dem höchsten Sonnenstand waren in alter Zeit von der Zauberkraft der holden und auch unholden Geister erfüllt, die mit Kultfeuern, Hühneropfern und Tänzen bei Laune gehalten werden mussten. Heitere Stimmung, Freude und Wachsen und Gedeihen der Früchte, aber auch Zauber und Magie waren allgegenwärtig in diesen Nächten. Wer in der Johannisnacht (die Nacht vor der Sonnenwende) durch das Feuer sprang, das zu Ehren des Sonnengottes entzündet worden war, bannte Unheil und Krankheit und den jungen Paaren wurde Fruchtbarkeit zuteil.
Da dieses Fest sehr beliebt war konnte die Kirche es nicht verbieten, deswegen legte die Kirche kurzerhand den Geburtstag von Johannes dem Täufer auf den Tag vor der Sonnenwende.
Die Johannisnacht blieb weiterhin die Nacht, in der man die Zukunft erkennen, in die verborgenen Tiefen der Erde schauen, wundertätige Kräfte wecken und sich die Menschen mit besonderen Kräutern gefügig machen konnte. In der Johannisnacht "blühten die Schätze".

Ritual
Litha markiert den Höhepunkt der Fruchtbarkeit der Natur und von Macht und Kraft der Sonne, mit einem traurigen Beigeschmack. Litha ist zunächst ein Fest des Dankes für den Überfluss, hat aber auch mehrere Aspekte von Balance und Ausgewogenheit.
Zu Mittsommer werden traditionell auch die magischen Kräuter zur Zubereitung von Heil- und Zaubertränken geerntet. Von alters her ist bekannt, dass die Eigenschaften der Pflanzen an diesem Tag maximal entfaltet sind. Weil an diesem Tag geernteten Pflanzen eine besonders starke magische Wirkung hatten, brauchte man nur ganz wenig abzuscheiden; einen Anbau in grossem Stil gab es nicht und die Kräuter wurden nur für Zauber- und Heilrituale verwendet.
Viele abergläubische Überzeugungen ranken sich um diesen Tag, von denen ich nur wenig nennen will:

  • Was man in dieser Nacht träumt, wird im Lauf des Jahres wahr.
  • Wenn man beim Aufwachen einen weissen Schmetterling sieht, der von Blüte zu Blüte fliegt, kündigt das für das kommende Jahr Wohlstand an.
  • Wenn man bei Sonnenaufgang Blumen pflückt, stellt sich im nächsten Jahr die Liebe ein.

Gottheiten, die gefeiert oder angerufen werden

  • Aphrodite
  • Astarte
  • Freya
  • Venus
  • alle Göttinnen, die Liebe und Kunst repräsentieren

Altarschmuck
Alle Symbole der Liebe; Heil- und Zaubertränke sowie Kräuter und Öle zu ihrer Herstellung; alle Blumen der Saison.

Symbole und Entsprechungen
Räucherwerk: Rose, Jasmin.
Baum: Eiche.
Blumen: Rose, Fingerhut.
Farben: Grün.
Kerzen: grüne.
Steine: Jade, Aventurin, Moosachat.
Planet: Merkur.
Tarotkarte: <<Der Wagen>>, Grosse Arkane 7.
Einfluss: Kommunikation, Intuition.

Lebensmittel
Ersten Früchte, Wein, Met, alles was man auf dem Grill zubereiten kann, Salat aus frischem Gemüse, Kartoffeln-/Nudel-/Reissalat, frischer Obstsalat, Erdbeer-/Himbeer-/sonstige Obstkuchen, Rosinenbrötchen, Weissbrot