Imbolc/Lichtmess

2.Februar
Das Lichtfest war in heidnischer Zeit das erste der drei grossen Frühlingsfeste. Und auch ein Fest des Feuers und des Lichtes. Die Lichterprozessionen, verbunden mit Reinigungsritualen, dürften die Freude darüber ausgedrückt haben, da die Tage endlich wieder länger wurden. Man betete darum, die grosse Göttin möge zurückkehren, mit ihrem Atem die Erde beleben und den Frühling bringen. Lichtmess wurde schon früh von den Christen übernommen. Aus dem Fest des Lichts wurde kurzerhand das Fest von Marias Reinigung. In den 40 Tagen nach einer Entbindung waren die Frauen, altem jüdischem Glauben zufolge, nämlich unrein, am Ende dieser Periode mussten sie sich einer rituellen Reinigung unterziehen

Ritual
Imbolc bezeichnet den Zeitpunkt für neu hereinströmende Lebenskraft und Lebensfreude, Abstand vom Alten und Verstaubtem. Die Fenster werden geöffnet, alles wird gereinigt. Das Haus wird geputzt, Staub, Spinnweben und Dreck werden ausgefegt, man spürt förmlich, wie ein frischer Wind durch das Jahr streicht. Nicht mehr Benötigtes wird verbrannt und mit dieser durch das Feuer transformierenden Reinigung trennt man sich von Belastendem, um so die frische Aufbruchskraft nicht unnötig zu schwächen. Man sollte die eigenen Gedanken endgültig vom nutzlosen Ballast des vergangenen Jahres reinigen und die vom Winter eventuell verdunkelte Seele durch einen meditativen Lichtstrahl ausleuchten, um die eingeschmuggelten inneren Dämonen zu vertreiben.
Mit diesem Fest werden spirituelles Wachstum, Läuterung und Neubeginn gefeiert. Es ist die Gelegenheit, lästige, hinderliche Dinge aus der Vergangenheit loszuwerden.
Das Fest wird für die Göttin gefeiert, damit sie wieder zurückkehrt. Vor dem Ritual wird der magische Kreis ausgefegt, um negative Einflüsse zu vertreiben. Bei der Anrufung der einzelnen Himmelsrichtungen, werden noch die Naturelemente und deren Herrscher angerufen und gebeten, der Göttin zu helfen und ihre magischen Energien in das allgemeine Wirken einfliessen zu lassen. Die Anrufung ist einfach, muss aber an den König des jeweiligen Volks von Elementargeistern gerichtet werden, der wie alle Herrscher alter Zeiten die vollständige Gewalt über seine Untertanen hat.

  • Osten: König Paralda - bevölkert von den Sylphen
  • Süden: König Djinn - bevölkert von den Salamandern
  • Weste: König Niksa - bevölkert von den Undinen
  • Norden: König Ghob - bevölkert von den Gnomen

Gottheiten, die gefeiert oder angerufen werden

  • Brigid
  • Aradia

Altarschmuck
Tannen-,Fichten- oder Zedernzweige, ein (Hexen)-Besen um symbolisch die Vergangenheit wegzufegen, weisse Kerzen, alle weisse Blumen.

Symbole und Entsprechungen
Räucherwerk: Basilikum, Myrrhe, Gardenie.
Baum: Birke.
Blumen: Schneeglöckchen, weisse Lilien (weisse Blumen generell).
Farben: Weiss.
Kerzen: weisse, rote, rosafarbene.
Steine: Amthyst, Granat, Onyx, Türkis.
Planet: Saturn und Uranus.
Tarotkarte: <<Der Stern>>, Grosse Arkane 17.
Einfluss: Spirituelle Erneuerung, Hoffnung, Reinigung.

Lebensmittel
Gewürzte Gerichte und Gerichte mit roten Zutaten (z.B. Nudeln mit Tomatensosse), Samen (Mohn, Sonnenblumen, Sesam), geräucherter Lachs, saurer Hering, Chili con carne